BV - Bekannter Versender

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Viele Unternehmen in Deutschland werden sich in den nächsten 12 Monaten mit den Themen «bekannter Versender» (bV) und «Zugelassener Wirtschaftsbeteiligter» (AEO) beschäftigen. Denn im März 2013 läuft eine Übergangsfrist des Luftfahrt-Bundesamtes aus. Hierzu wurden die betreffenden Unternehmen vom Luftfahrtbundesamt Anfang 2012 angeschrieben.

Danach muss jedes Unternehmen eine Zertifizierung vorweisen können, ansonsten drohen massive Verzögerungen im Warenverkehr. Die Zertifizierung erfordert umfassende Sicherheitsmaßnahmen. Kaba kann Ihnen passende Lösungen anbieten und realisieren - aus einer Hand, mit eigenen Produkten!

Um was geht es konkret beim Thema „bekannter Versender"? Im Kern geht es um eine sichere Lieferkette. Luftfrachtsendungen sind gegen unbefugte Zugriffe zu schützen. Luftfahrzeuge dürfen nämlich nur mit Luftfracht beladen werden, die als sicher eingestuft wurde. Die Luftfracht ist deshalb entweder vor der Anlieferung an den Flughafen auf Sicherheit zu überprüfen oder der bV führt vor und während des Versands bestimmte Sicherheitskontrollen im Unternehmen durch. Die rechtliche Grundlage dafür bildet die 2010 von der EU erlassene Sicherheitsverordnung 185, die von Deutschland umgesetzt werden muss. Danach müssen sich alle Firmen, die Cargosendungen auf den Weg bringen, durch das zuständige Braunschweiger Luftfahrt-Bundesamt (LBA) als «bekannte Versender» (bV) zertifizieren lassen.

Zahlreiche Unternehmen profitieren zurzeit noch von einer Übergangsregelung. Sie wurden befristet bis zum 25. März 2013 als bV anerkannt, wenn sie eine Sicherheitserklärung abgegeben und sich darin verpflichtet haben, bestimmte Sicherheitsmaßnahmen für Luftfrachtsendungen zu ergreifen. Diese Unternehmen genießen derzeit u.a. das Privileg, Luftfracht im Status „sicher" versenden zu können, so dass die Luftfracht vor der Verladung in das Luftfahrzeug nicht (kostenpflichtig) kontrolliert werden muss. Im Februar hat das Luftfahrt-Bundesamt ein Schreiben an ca. 45.000 Unternehmen verschickt und darüber informiert, dass sie den Status des bekannten Versenders ab dem 25. März 2013 verlieren, wenn sie sich nicht entsprechend den neuen Richtlinien zertifizieren lassen.

Unternehmen müssen aktiv werden - umfangreiche Sicherheitsmaßnahmen sind gefordert

Derzeit sind nicht mal 100 Firmen als bekannte Versender amtlich zugelassen worden. Angesichts der rund 60.000 Firmen, die von Deutschland aus Luftfracht regelmäßig verschicken, ist dies eine verschwindend geringe Anzahl. Sie müssen sich jetzt also umgehend mit der Frage beschäftigen, ob eine behördliche Zulassung zum bV sinnvoll, wenn nicht sogar zur Erhaltung der Wettbewerbsfähigkeit ihres Unternehmens zwingend erforderlich ist.

Für die behördliche Zulassung zum bekannten Versender muss ein Unternehmen neben vielen anderen Maßnahmen ein Sicherheitsprogramm erstellen, in dem u. a. die Verfahren der Produktion, der Verpackung, der Lagerung, des Transports und der physischen Sicherheit beschrieben werden. Teil dieses Prozesses sind Kontrollen von LBA-Inspektoren vor Ort. Die Zertifizierung soll laut LBA zwischen 5000 und 15.000 Euro kosten, je nach Größe des Betriebs und Anzahl der Mitarbeiter.

Schnittmengen zu AEO

Zwischen den Anforderungen an den „zugelassenen Wirtschaftsbeteiligten" mit dem Zertifikat «Sicherheit» (AEO-S) bzw. mit dem Zertifikat «Zollrechtliche Vereinfachungen/Sicherheit» (AEO-F) und denen an einen bekannten Versender bestehen Schnittmengen.

Weitere Informationen zum Thema "Bekannter Versender" erhalten Sie beim Luftfahrt-Bundesamt:

Um den "bekannten Versender" beantragen zu können, müssen angemessene Sicherheitstandards erfüllt sein, die den Schutz der Waren gewährleisten. So muss nachgewiesen werden, dass das Firmengelände und die Firmengebäude wirkungsvoll physisch gesichert sind. Zur Erfüllung der Anforderungen kann Ihnen Kaba eine umfassende Lösung für alle relevanten Bereiche anbieten.